Allgemein

Im November werden auf der Nordhalbkugel die Tage weiter kürzer, die Nächte länger und die Temperaturen kälter. Unser Biorhythmus muss sich langsam an die weitere Veränderung anpassen und es ist empfehlenswert, sich für diese Umstellung Zeit zu nehmen. Analog zur Natur, möchten wir Menschen uns mehr zurückziehen und wir sollten diesem Instinkt folgen und beispielsweise ein ruhiges Wochenende und ruhige Abende im Familienkreis einplanen.

Bald wird es dauerhaft kalt sein, so dass wir uns meist drinnen in trockener Heizungsluft aufhalten werden. Ein Luftbefeuchter kann hier Abhilfe schaffen, um die Atemwege zu befeuchten und sich so besser gegen Erkältungsviren zu wehren. Auch ein Öl-Diffusor, der ätherische Öle vernebelt, kann unser Atmungssystem unterstützen (unbezahlte Werbung: https://www.doterra.com/DE/de_DEhttps://eat-yur-life.de/doterra-aetherische-oele-auf-hoechstem-niveau/https://www.neumond.de/).

Körperlich

Wie schon im Oktober konzentriert sich die Durchblutung unseres Körpers auf die Körpermitte, so dass die Extremitäten oft kalt, die Haut trocken, die Muskeln verspannt sind. Dafür führt die verstärkte Durchblutung des Bauchraums zu einem vermehrten Appetit und einer besseren Verdauungskraft. Unser Körper versucht weiterhin, sich gegen die Kälte durch den Aufbau einer isolierenden Fettschicht zu wappnen. Einige Extra-Pfunde können sich so sammeln und solange das in moderatem Umfang geschieht, können sie uns Kraft geben und unseren Körper vor den winterlichen Herausforderungen schützen. Für viele kann eine Diät in dieser Zeit kontraproduktiv sein und das Immunsystem schwächen.

Typ-Spezifisches

Insbesondere Vata-Typen (https://eat-yur-life.de/vata/) müssen auch im November ganz besonders auf sich achten, um ihr Immunsystem zu stärken. Erste Symptome wie trockene Haut, Verstopfung, Nachkensteifigkeit, trockenes Räuspern sollten unbedingt ernst genommen werden. Hier ist warme Kleidung, ausreichendes Trinken heißen Wassers, am besten ayurvedischen Heilwassers (https://eat-yur-life.de/ayurvedisches-heilwasser/) und eine vata-entsprechende Ernährung mit nährenden, warmen Speisen wie Suppen und Eintöpfen hilfreich. Sie sollten auf regelmäßige Mahlzeiten achten.

Der November ist wie der Oktober für Pitta– (https://eat-yur-life.de/pitta/) und Kapha– (https://eat-yur-life.de/kapha/)Typen angenehmer. Pitta freut sich über die kühle, trockene Luft, braucht aber nährende Speisen, um den steigenden Appetit zu befriedigen und geerdet zu bleiben.

Kapha freut sich über die leichte, trockene und bewegliche November-Natur, allerdings könnte die Kälte herausfordernd werden. Kapha-Menschen sollten warme Speisen und Getränke konsumieren und sich in Lagen kleiden. Manche Kapha-Typen können im November von saisonal bedingten depressiven Verstimmungen betroffen sein: unbedingt die Mittagssonne im Freien genießen. Die längeren Nächte könnten dazu führen, dass Kapha-Menschen ihrer Tendenz zu viel zu schlafen, nachgeben. Sie sollten maximal 6-8 Stunden pro Nacht schlafen. Bei der Ernährung gilt für die Kapha-Menschen das Motto: moderat. Das bedeutet, sie dürfen dem Drang nach reichhaltigeren Gerichten nachgeben, müssen allerdings die Portionen klein halten und weiterhin bittere und scharfe Gewürze benutzen, um die Durchblutung zu fördern und die Stimmung zu heben.

Vata- und Pitta-Typen sollten nur moderat sportlich aktiv werden und können von einem Power-Nap tagsüber profitieren. Die beiden Typologien können schwerere Gerichte und gesunde Fette wie Ghee, Olivenöl und Nüsse genießen.

Für Alle

Sollte sich ein Verlangen nach Süßigkeiten zeigen, ist das eine Zeichen dafür, dass der Körper beginnt, zu kalt und zu trocken zu werden. Zu viel raffinierter Zucker kann jedoch Entzündungen im Magen-Darm-Trakt und Gewichtszunahme verursachen. Sollte ein solches Verlangen auftauchen wäre es besser, darauf mit reichhaltigeren, natürlicherweise öligeren Speisen und herzhaften, komplexen Kohlenhydraten (süßer Geschmack) zu reagieren.

Ideal im Herbst ist Ghee. Ghee ist vollständig geklärte Butter und natürlicherweise laktosefrei. Es kann zum kochen oder pur verwendet werden. Veganer können auf ein gutes Olivenöl ausweichen.

Wer gerne backt: Pies aller Art, insbesondere herzhafte wie Kürbis-Pie, sind ideal. Sie können mit fetthaltigen Nüssen angereichert werden, die zusätzlich wertvolle Proteine und Mineralstoffe liefern.

Wärmende Gewürze wie Zimt, Muskatnuss und Nelken helfen uns, reichhaltigere Speisen besser zu verdauen. Erdende Nahrungsmittel sind beispielsweise lange gekochte Zwiebeln, Knoblauch, Truthahn, Mohn, Muskat und Kürbis. Wärmende Nüsse und Saaten wie Pekannüsse, Sesam und Walnüsse können den Schlaf fördern. Auch eine aus Knochen gekochte Brühe ist im Herbst eine gute Hilfe,  um die Immunkraft zu stärken und zu erden. Süße Wurzelgemüse wie Karotten, Süßkartoffeln zusammen mit leicht verdaulichen Vollkornprodukten und beispielsweise ein Hafer-Porridge sind hilfreich. Ein wärmendes, gut gegartes Kichererbsen-Curry ist eine gute Mahlzeit. Grundsätzlich sollte Gemüse im Herbst gut gegart sein. Weiterhin sollten adstringierende und bittere Geschmacksrichtungen vermieden werden (Ausnahme: bittere Gewürze für Kapha-Typen), was auch bedeutet: keine rohen, kalten Nahrungsmittel wie Salat und keine adstringierenden Nahrungsmittel wie getrocknete Früchte, schwere Hülsenfrüchte, Popcorn, Chips.

Und: die Empfehlung eines Spaziergangs um die Mittagszeit gilt für alle Typologien, denn Bewegung an der frischen Luft ist bei jedem Wetter für alle hilfreich (passende Kleidung vorausgesetzt)!

 

Links/Rezepte

https://www.joyfulbelly.com/Ayurveda/article/10-Ayurvedic-Recipes-for-November/6148

https://blog-ayurveda.de/2019/10/14/winter/#more-1991