Erst im Laufe der Zeit habe ich den Wert hochwertiger, nach ayurvedischer Rezeptur hergestellter Hautöle erkannt und möchte sie nicht mehr missen. Gerade als “Best Ager” jenseits der 50 stelle ich nun immer wieder überrascht fest, wie gut und ganzheitlich sie wirken. Verführt durch hervorragendes Marketing habe ich natürlich mehrfach hochwertige, “klassische” (Natur-)Kosmetik getestet und bin dann noch immer wieder zu meinen bewährten Ayurveda-Ölen zurückgekehrt. Diese sind eher unattraktiv verpackt, riechen nach den enthaltenen Inhaltsstoffen, werden nicht oder kaum beworben und müssen darum entweder häufig zunächst eine “Hemmschwelle” überwinden oder sie werden umgekehrt genau wegen dieser Abweichung vom Konsum-Mainstream interessant.

Ich möchte hier etwas zu dem Unterschied zwischen herkömmlichen Körper- und Hautölen und den ayurvedischen Hautölen sagen, damit deren Wert deutlich wird. Dabei gehe ich nur auf das Sesamöl ein, analog lässt sich das aber auf andere Öle übertragen unter Berücksichtigung deren jeweiliger biochemischer Zusammensetzung.

Kaltgepresstes Sesamöl (als Hautöl)

  • enthält eine Zusammensetzung der Inhaltsstoffe, die auf natürliche Weise im Sesamkorn angelegt wurden wie Proteine, Polysaccharide und organische Säuren
  • Herstellungsprozess verändert diese natürliche Zusammensetzung nicht
  • enthaltene organische Säuren wirken beim Auftragen auf die Haut adstringierend, d.h. die Poren ziehen sich leicht zusammen
  • dadurch und durch die Molekülgröße gelangen die im Öl enthaltenen Proteine und Polysaccharide kaum oder gar nicht in die oberen Hautschichten
  • die Poren können zusätzlich verstopfen, so dass Hautatmung und Wasseraustausch vermindert werden können

Ayurvedisches (nach ayurvedischen Verfahren hergestelltes) Sesamöl (als Hautöl)

  • das Sesamöl wird einem schonenden, kontinuierlichen, 72-stündigen Kochprozess unterzogen
  • dabei wird unter kontinuierlichem Rühren eine konstante Temperatur zwischen 95-99 °C eingehalten
  • nach sehr alten, über Generationen überlieferten Rezepten werden zu genau festgelegten Zeitpunkten Pflanzenabkochungen und Kräutermischungen zugefügt und wieder entfernt
  • dieses Verfahren hat mehrere Wirkungen:
  • Verstärkung der antioxidativen Potenz des Sesamöls
  • Neutralisierung der organischen Säuren
  • Eiweiß- und Polysaccharidketten werden zerstört und fallen aus und sind dadurch besser verwertbar
  • bei Öl und Pflanzeninhaltsstoffen laufen Transformationsprozesse ab, die Diffusionsprozesse in die Haut erleichtern und beschleunigen
  • demzufolge werden für traditionelle ayurvedische Verfahren und Pflegerituale ausschließliche Ayurveda-Öle verwendet

(Quelle: Dr. Bange, Seva-Ayurveda)

Das Wort “Antioxidantien” ist mittlerweile ein Modewort, dennoch scheint auch die moderne Medizinforschung die Möglichkeit zu sehen, dass deren Wirkweise pathologische Prozesse im Körper wie Alterungsprozesse, Arteriosklerose, Katarkat (Grauer Star), Karzinogenese bremsen oder verhindern kann. Die ayurvedischen Öle wirken darüber hinaus auch auf feinstofflicher Ebene.

Vorsichtshalber noch folgende Anmerkung: Einige Erkenntnisse des Ayurveda beruhen auf Prinzipien und Sichtweisen, die sich von der uns geläufigen westlichen Wissenschaft unterscheiden…Das traditionelle ayurvedische Wissen stellt in der indischen Kultur eine anerkannte Wissenschaft dar, die von renommierten Gelehrten und Anwendern weitergegeben und praktiziert sowie von staatlichen Stellen gefördert wird….Insbesondere die Aspekte der Harmonie und des individuellen inneren Gleichgewichts haben in unserer Wissenschaft keine Entsprechung, so dass es für viele der im Ayurveda beschriebenen Wirkungen im Sinne der westlichen Wissenschaft keinen Wirknachweis gibt. (Quelle: Maharishi-Ayurveda)

Wenn die ayurvedischen Hautöle zur Pflege und nicht zur Massage verwendet werden, ist bei der Anwendung zu beachten, dass sie grundsätzlich auf die gereinigte, feuchte Haut aufgetragen werden, damit das Öl in die Haut einziehen kann. Das Öl, das Wasser und hauteigene Emulgatoren können sich so besser zu einer Emulsion verbinden. In Cremes müssen diese Emulgatoren synthetisch zugefügt werden, um die Inhaltsstoffe miteinander zu verbinden und diese Verbindung zu halten. Indem man das ayurvedische Hautöl auf die feuchte Haut aufträgt, erhält man eine Emulgator- und Konservierungsstoff-freie, sehr wirksame Pflege. Bitte Öl und Wasser erst direkt vor dem Auftragen vermischen und keine fertig Öl-Wasser-Mischung längerfristig vorbereiten, sonst kann diese schnell verkeimen.

Entsprechend meiner Erfahrung kann ich die folgende Öle empfehlen (unbezahlte Werbung!):

Traditionelle, geprüfte, indische Produkte: https://www.ayurveda-rhyner-indya.com/

Nach traditionellen Verfahren hergestellte, geprüfte, europäische Bio-Produkte: https://www.ayurveda-rhyner-kundenshop.eu/bio-produkte/

Die Produkte können typ- und anwendungsspezifisch ausgewählt werden und es gibt eine gute Produktberatung, falls nötig.

Dr. Hans H. Rhyner (MD) gilt als weltweit anerkannter Ayurveda Experte und ist in der Schweiz als eidgenössischer Ayurveda Mediziner registriert. Er agiert an mehreren Standorten in Europa und bietet dort ayurvedische Beratungen, Therapien und Kuren an. https://www.ayurveda-rhyner.com/ (unbezahlte Werbung)