Eigentlich ist es zu jeder Jahreszeit empfehlenswert, doch im beginnenden Herbst kann es eine Detox-Kur und im weiteren Verlauf das Immunsystem unterstützen und im Winter kann es in der Erkältungszeit sehr hilfreich sein. Viele kennen warmes Ingwerwasser, doch häufig handelt es sich dabei um mit kochendem Wasser übergossenen Ingwer. Das ayurvedische Heilwasser jedoch hat eine ganz besondere Wirkweise, die ich später erläutere und wird folgendermaßen zubereitet:

Zutaten:

  • Leitungswasser (wer das nicht möchte, kann auch natriumarmes, stilles Mineralwasser nehmen)
  • 4-5 Scheiben frischer Bio-Ingwer (der südamerikanische ist dem chinesischen vorzuziehen), mit Schale, gewaschen

Zubereitung:

Das Wasser mit dem Ingwer gut 15 Minuten bei leicht geöffnetem Topfdeckel sprudelnd köcheln lassen, dann einige Minuten warten; anschließend das Wasser in eine Thermoskanne abfüllen, wobei die sich in der Wartezeit abgesetzten Kalk- und Schwebstoffe im Topf bleiben bzw. dann weggeschüttet werden sollten. Pitta sollte das Heilwasser kühl bis lauwarm, Vata warm und Kapha heiß trinken, um die beste Wirkung zu erzielen.

Durch die lange Kochzeit verändern sich die Molekülstrukturen des Wassers, wodurch wasserlösliche Giftstoffe besser aus dem Körper ausgeschwemmt werden können. Diese Wirkung zeigt sich meist durch einen signifikant häufigeren Harndrang. Nach einigen Stunden nimmt das Wasser wieder seine ursprüngliche Struktur an, so dass es innerhalb von 6 Stunden langsam getrunken werden sollte. Man kann das Heilwasser kurmäßig täglich für einige Wochen trinken oder aber bei akuten Infekten. Ob bei einer Dauereinnahme ein Gewöhnungseffekt eintritt, vermag ich nicht zu beurteilen; hier gibt es unterschiedliche Auffassungen. Meist scheitert die Dauerhaftigkeit aber ohnehin an der alltäglichen Umsetzung…

Varianten:

  • verdauungsfördernd: 3 aufgeschlitzte grüne Kardamomkapseln mit köcheln
  • verdauungsfördernd: 1 TL Koriandersamen + 1 TL Kreuzkümmelsamen mit köcheln