Essen … ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens, der in den extremen Ausprägungen entweder degradiert wird zur gedankenlosen, möglichst schnellen, arbeitsfreien Nahrungsaufnahme oder aber fast schon religiös-missionarische Züge annimmt.

Hier jedoch soll es ganz undogmatisch um zum jeweiligen Typ individuell passendes, leckeres Essen gehen inklusive entsprechender Hintergründe, Rezepte bzw. Links dorthin, Restauranttipps, Links zu wunderbaren Blogs rund um das Thema Essen.

Ich lehne mich dabei an die ayurvedischen Ernährungsempfehlungen an, weil sie mir nachvollziehbar, sinnvoll, umsetzbar und individualisierbar erscheinen. Wenn möglich, möchte ich das überstrapazierte Wort “gesund” vermeiden, denn letztendlich bedeutet das für jeden etwas anderes und die einzige beurteilende Instanz hierbei ist der Esser – nicht die aufgenommenen Nahrungsmittel bzw. deren unter Laborbedingungen bestimmte Nährwerte. Im Ayurveda wird empirisch seit Jahrtausenden beobachtet, welcher Ernährungstyp mit welchen Lebensmittel am meisten “anfangen” kann und entsprechend wird dann bestmöglich gegessen. Ziel sollte neben der optimalen Versorgung, zu der übrigens auch die achtsame Zubereitung gehört, durchaus auch das Innehalten und der Genuss während des Essens sein, so dass eben nicht nur der Körper, sondern auch Geist und Seele genährt werden. Hier möchte ich auf ein wunderbares Kochbuch verweisen, an dem sich die Veganer unter uns sicher erfreuen werden: https://www.buchhandel.de/buch/Soami-Das-pure-Leben-9783200022102.

Sich an ayurvedische Ernährungsempfehlungen anzulehnen bedeutet weder indisch zu essen noch zwingend, sich vegetarisch oder vegan zu ernähren. Eine ausgewogene Ernährung im Sinne von Ayurveda wird als sattvisch bezeichnet. Der Konsum von Fleisch sollte achtsam geschehen. Indiziert ist der Verzehr von Fleisch bei ausgezehrten Menschen und Menschen mit Vata-Konstitution. Die Behauptung, ayurvedische Ernährung sei vegetarisch ausgerichtet, wird in den drei großen Klassikern (Caraka, Vagbhata, Susruta) klar widerlegt. Es gibt auch keine generelle Ablehnung von Alkohol: So gilt Wein in geringen Mengen als bestes Medikament, um Müdigkeit zu vertreiben (Caraka-Samhita). Wer dennoch auf tierische Nahrungsmittel verzichten möchte oder noch Gründe dafür sucht, dem sei beispielsweise folgendes Website ans Herz gelegt: https://peacefood.de

Neben gesundheitlichen sollten auch ethische Aspekte berücksichtigt werden, so dass vorwiegend biologisch-nachhaltig gewonnene, regionale und saisonale Produkte zubereitet und gegessen werden sollten.

Ein sehr profundes, ausführliches, streng ayurvedisches und vegetarisches Kochbuch ist beispielsweise: https://www.narayana-verlag.de/Das-grosse-Ayurveda-Ernaehrungsbuch-Hans-Heinrich-Rhyner-Kerstin-Rosenberg

Doch da ich nicht dogmatisch sein möchte, wird es hier auch nicht-vegetarische und nicht-vegane Rezepte und Tipps geben. Ein erfahrener ayurvedischer Koch, ein Hindu, der in Bayern gelandet ist und die Ayurveda-Seminarküche der Abtei Frauenwörth auf der Fraueninsel im Chiemsee leitet, kocht mit vorwiegend heimischen Zutaten – und auch gelegentlich mit Fleisch: https://www.hugendubel.de/de/buch/nicky_sitaram_sabnis-das_grosse_ayurveda_kochbuch-2723265-produkt-details.html

In diesem Sinne: besten Appetit!