für unseren Planeten!

Eines vorweg: ich bin kein ausgesprochen politischer Mensch und werbe für keine politische Partei oder Streaming-Dienste oder ähnliches, aber ich möchte eindringlich für unseren Planeten und damit für den Erhalt der “Art Mensch” werben.

Wer noch immer der scheinbar unverbesserlichen und auf jeden Fall bequemen Ansicht ist, es sei völlig unerheblich, ob der Buckelwal ausstirbt oder die Gletscher der Antarktis beginnen zu verschwinden (frei nach dem Motto: “….werde ich ja sowieso nie anschauen…”), dem sei die Netflix-Dokumentar-Serie “Unser Planet” https://www.netflix.com/watch/80094026?trackId=200257859 ans Herz gelegt. In wunderschönen Aufnahmen werden die Wunder der Natur gezeigt, “die wir Menschen noch übrig gelassen haben”. Leicht verständlich werden die großen globalen natürlichen Zusammenhänge erklärt, so dass JEDER, der das möchte, begreifen kann, warum eben das Überleben der Buckelwale auch für uns Menschen existenziell wichtig ist. Deren Aussterben wäre eine Folge unserer Einflüsse auf die Ökosysteme, die beispielsweise das Erliegen der globalen Meeresströmungen bewirken können – mit fatalen Auswirkungen auf das Weltklima und damit auf unsere Lebensgrundlage. Dieses Prinzip gilt für viele andere menschliche Eingriffe in die natürlichen Abläufe –  es hängt eben alles mit allem zusammen! Die Serie zeigt erschütternd, was wir bereits unwiederbringlich zerstört haben und sie zeigt, was nötig und leistbar wäre, um zu helfen.

Mir ist durchaus bewusst, dass solche Denkansätze für viele Menschen der Erde, die um ihre bloße Existenz kämpfen, irrelevant sind. Umso wichtiger ist es, dass wir, die wir es uns in unserer Selbstoptimierungsgesellschaft bequem gemacht haben, diese Aufgabe für alle, die das nicht können, mit übernehmen. Es geht eben nicht immer nur um uns selbst!

Wertewandel finden in einem Prozess, der von Einzelnen ausgeht und sich ausbreitet, statt. Man möge in sich gehen und sich ein paar Fragen stellen, wobei die folgende Liste beliebig erweitert werden kann:

  • möchte ich dazu beitragen, die Bewohnbarkeit der Erde für uns Menschen zu erhalten?
  • was kann ich als Einzelne/-r dafür tun?
  • muss es wirklich von allem immer mehr sein?
  • muss diese Flugreise wirklich sein?
  • muss diese Zigarette sein?
  • muss es schon wieder das günstige Fleisch ungewisser Herkunft aus dem Supermarkt sein?
  • muss ich beim Discounter einkaufen und
  • möchte ich durch mein Einkaufsverhalten unbewusst Massentierhaltung und konventionelle, exzessive Landwirtschaft unterstützen?
  • wo kann ich Plastik sparen?
  • welche Kosmetikprodukte verwende ich? Was tue ich damit der Umwelt und mir selbst an? (Hilfe beim Einkaufen und ein paar Antworten zu der letzten Frage: https://www.codecheck.info/  und hier https://www.businessinsider.de/mikroplastik-in-kosmetik-auswirkungen-umwelt-2019-1?op=1)
  • worauf kann ich leicht verzichten?

Exemplarisch möchte ich nur auf einen Punkt eingehen: die konventionelle, exzessive Landwirtschaft führt dazu, dass die Böden derart ausgelaugt werden, dass künftiger Anbau unmöglich wird, beispielsweise zu besichtigen in Brasilien, wo riesige ehemalige Landwirtschaftsflächen deswegen mittlerweile dauerhaft brach liegen. Die Saatgut-Monopolisierung führt dazu, dass die wenigen verbleibenden Sorten immer sensibler werden, dadurch immer mehr “gespritzt” werden müssen ($) und immer nährstoffärmer werden (es gibt ja dann passende Nahrungsergänzungsmittel…$). Auch hierzu gibt es einen nachdenklich stimmenden Film:

https://www.wfilm.de/unser-saatgut/ Unser Saatgut“ ist ein Appell an uns alle: Schützt die ursprüngliche Saatgutvielfalt, sonst ist das reiche Angebot unserer Nahrung bald nur noch schöne Erinnerung! Einfallsreich und mit kreativen Bildern macht der Film seine Zuschauer zu mündigen Essern, die sich nicht mit der immergleichen Supermarktware abspeisen lassen. Ein lebensverändernder Dokumentarfilm von Taggart Siegel und Jon Betz, so farbenfroh wie die natürliche Vielfalt unserer Saaten. Mit den weltweit bekannten Umweltaktivisten Vandana Shiva, Jane Goodall und Percy Schmeiser. Ausgezeichnet mit 18 Festival-Awards und nominiert für den EMMY 2018 als „Outstanding Nature Documentary“.

Es heißt also:

  • gut informieren
  • Alternativen zum Gewohnten anschauen
  • Prioritäten setzen
  • im eigenen Leben schrittweise entsprechende Veränderungen vornehmen und Vorbild für unsere Kinder sein
  • unsere Kinder unterstützen, auch wenn sie noch keine “Profis” sind, ihre Ideen und Vorstellung (noch) unrealistisch sein mögen, radikal erscheinen, aber nur so wird sich etwas bewegen und sie haben das Recht dazu, denn sie müssen in dieser Welt weiter leben und handeln
  • aufmerksam und bewusst werden/bleiben
  • entsprechend Wahl- und Mitspracherecht ausüben (z.B. auch über Netzwerke wie https://www.campact.de/https://secure.avaaz.org/page/de/https://www.openpetition.de/, https://www.change.org/u.a.)

Wir können auch im Kleinen etwas verändern, wir haben als Verbraucher und Bürger durchaus die Macht dazu und können dadurch eine Bewegung in Gang setzen. Wenn wir einfach so weitermachen wie bisher, wird sich definitiv etwas Großes verändern, aber sicher zu unserem Nachteil und dem unserer Folgegenerationen.

Der Planet Erde wird auch ohne uns Menschen existieren – besser als mit uns. Sollten wir uns selbst erhalten wollen, müssen wir JETZT unser jeweils Bestmögliches tun! Man muss einfach anfangen…