Auf der Südhalbkugel entfaltet sich im Laufe des April der Frühling zu seiner vollen Pracht – die Bäume beginnen zu grünen und manche blühen schon wie Kirsche und Mandel. Die ersten Blumen verströmen ihren Duft. Die Natur, zu der auch wir Menschen gehören, verfällt in den “Paarungsmodus”, der mitunter überwältigend werden kann. Über Winter aufgestaute, negative Gefühle können sich im Frühling auch in Wut entladen. Wir Menschen, aber auch unsere vierbeinigen Hausgenossen, verspüren den fast unwiderstehlichen Drang, hinaus zu gehen und an dem Aufbruch der Natur teilzuhaben.

Dies deutet auch auf körperliche Veränderungen hin: die Leber staut Wärme auf und mithilfe bitterer Nahrungsmittel können wir hier wieder zu einem gemäßigten Zustand finden. Die zunehmende Wärme im April, der trotzdem noch immer kühle und kalte Tage und Nächte bieten kann, ist für unseren Körper eine Herausforderung und besonders bei Pitta (https://eat-yur-life.de/pitta/) und Kapha (https://eat-yur-life.de/kapha/)-Typen kann sich dies in in Symptomen wie schnellerem Puls, geschwollenen Extremitäten und Schwellungen im Gesicht zeigen.

Durch die kräftigere Durchblutung erscheint unsere Haut wieder rosiger, Hände und Füße werden wieder wärmer und die Haut weniger trocken. Unsere Muskulatur wird besser durchblutet und unser Bewegungsdrang steigt: dem sollten wir unbedingt nachgeben auch im Hinblick auf über die Wintermonate angesammelte “Reserven”, die nun überflüssig werden.

Pitta-Typen profitieren in dieser Zeit besonders von einer Unterstützung der Leber durch bittere Kräuter wie Löwenzahn aus dem eigenen Garten oder beispielsweise in Pulverform (Werbung: Heidelberger´s 7 Kräuter-Stern). Sie neigen wegen ihrer Disposition einer “hitzigen” Leber besonders zu allergischen Symptomen wie juckenden Augen.

Kapha-Typen neigen im April wegen der zunehmenden Feuchtigkeit durch das berühmte April-Wetter zu Verschleimung und sollten durch scharfe Gewürze den möglicherweise aufgestauten Schleim verflüssigen und dadurch leichter loswerden.

Vata-Typen (https://eat-yur-life.de/vata/) profitieren auf körperlicher Ebene weiter von der zunehmenden Wärme und Feuchtigkeit, sollten aber mithilfe einer adäquaten täglichen Routine (Yoga, Meditation, Struktur usw.) dafür sorgen, in dieser aufregenden Zeit, geerdet zu bleiben.

Für alle gilt: mäßig viel schlafen, mindestens 15 Minuten Bewegung (kräftig gehen, joggen, radfahren usw.) täglich an der frischen Luft. Wer Yoga praktiziert, sollte unbedingt Rückbeugen und Drehhaltungen integrieren, um die Lunge zu öffnen und die inneren Organe “auszuwringen” und damit anzukurbeln. Unterstützend kann mehrmals täglich eine Tasse Anis-Kümmel-Fenchel-Tee getrunken werden.

Für die Ernährung allgemein gilt im April: wie immer saisonal essen, d.h.  in diesem Fall alles, was frisch und grün ist wie z.B. Löwenzahn, Spargel, Fenchel, Kohlrabi, Rucola, Radicchio, Wasserkresse; auch saure Nahrungsmittel können die Leber unterstützen wie Sauerkraut, Grapefruit. Wer mit angeschwollenen Geweben zu tun hat (ein Zuviel an Feuchtigkeit), der kann sich helfen mit Scharfem wie Rettich, Radieschen, Schnittlauch, rohen Zwiebeln und Knoblauch (nur bei Verträglichkeit!). Auch hilfreich sind Kräuter wie Minze, Basilikum, Rosmarin und Gewürze wie Zimt, Cayenne und schwarzer Pfeffer und Ingwer. Früchte in dieser Zeit sollten nur mäßig süß sein.

Insgesamt reduzieren sollte man im April: Weizen, Milchprodukte, Zucker, Salz, schwere und fettige Gerichte – davon gab es im Winter bestimmt ausreichend und die Leber freut sich, wenn sie damit nicht belastet wird.

https://www.joyfulbelly.com/Ayurveda/article/10-Ayurvedic-Recipes-for-April/5922

https://blog.volker-mehl.de/category/rezepte/