Allgemein

Der Februar auf der Nordhalbkugel ist oft ein schwieriger Monat: der Frühling kann gelegentlich erahnt werden, doch er lässt noch auf sich warten und scheint nicht schnell genug zu kommen. Die Erde ist noch schwer und nass von Regen oder Schnee und der Schnee selbst fällt häufiger nasser und schwerer zu Boden als noch im Januar, wenn er überhaupt fällt. An manchen Orten zeigen sich bereits Krokusse oder Schneeglöckchen, die ersten Frühlingsboten.

Körperlich

Unser Körper beginnt, sich von den über Winter angesammelten Fettreserven zu befreien, was wir mit Hilfe der Ernährung sehr gut unterstützen können. Auch auf unsere Psyche können sich diese die Leber verstopfenden Fette auswirken und das äußert sich möglicherweise in emotionaler Bitterkeit und Frustration.

Sollte in dieser beginnenden Umbruchphase der Appetit nachlassen, dann folgen Sie diesem Impuls und versuchen Sie beispielsweise, für einige Tage auf Getreide und Zucker zu verzichten.

Typ-Spezifisches

Kapha-Typologien https://eat-yur-life.de/kapha/ fühlen sich im Februar häufig träger und schwerfälliger. Sie sollten reichlich grünes Gemüse verzehren und den saueren Geschmack bevorzugen, um sich leichter und frischer zu fühlen.

Pitta-Typologien https://eat-yur-life.de/pitta/ müssen sich im Februar ganz besonders um ihre Leber kümmern, die durch die langsam “schmelzenden” Fettreserven belastet wird. Dies kann bei Pitta-Menschen zu übermäßigen Frustrations-Gefühlen führen. Aromatische Kräuter wie die Pfefferminze können der Leber helfen und körperliche Anspannung lösen. Sie sollten Nahrungsmittel mit saurem und bitterem Geschmack bevorzugen.

Doch da immer noch kalte und sehr kalte Tage kommen, ist es wichtig, dies auch in der Ernährung entsprechend zu berücksichtigen und weiter Wintergemüse und Hülsenfrüchte auf dem Speiseplan zu haben, was insbesondere für Vata-Typologien https://eat-yur-life.de/vata/ gilt. Rüben, die gleichzeitig leicht und herzhaft sind, den Gallenfluss anregen und so die Reinigung von Leber und Galle erleichtern, sind ideal im Februar.

Für alle gilt:

Kichererbsen und schwarze Bohnen gehören auf den Speiseplan ebenso wie grüne Gemüse, z.B. Grünkohl, Spinat, Mangold, Brokkoli. Diese sind milde Bitter-Gemüse, die gleichzeitig nährend für den Winter und leicht reinigend für den nahenden Frühling sind. Die Zitrone ist immer wichtig, aber besonders im Februar nützlich.

Wenn Getreide verzehrt werden, dann sind Buchweizen, der ein Pseudogetreide aus den Samen eines Knöterichgewächses ist, und Roggen am besten, denn sie sind wärmend und wirken gleichzeitig entwässernd und austrocknend und somit vorbereitend für den Frühling. Möglicherweise schwindet unser Appetit auf Getreide und Fleisch im Februar ein wenig, dann sollten wir das berücksichtigen! Eine Kapha-reduzierende  Ernährung mit scharfen Gewürzen ist gleichzeitig erhitzend bei kalten Außentemperaturen und stoffwechselanregend für die anstehende Reinigung.

Kurkuma, frischer Ingwer und Bockshornklee sind wichtige Gewürze für diese Zeit. Kurkuma ist durchblutungsfördernd und damit wärmend und kann blutverdünnend sein. Dadurch wirkt er reinigend und leicht austrocknend. Ingwer ist leicht entgiftend und verdauungsfördernd. Bockshornklee ist im Gegensatz zu vielen Bitter-Gewürzen, erwärmend und unterstützt den Körper in den letzten Winterwochen.

Die längeren Tage führen vor allem bei Vata- und Pitta-Menschen zu dem Drang, in Bewegung zu kommen: sehr gute Idee! Jede Form von regelmäßiger Bewegung unterstützt den Körper in jeder Hinsicht. Kapha-Menschen fällt es möglicherweise noch etwas schwer, in die Aktivität zu kommen: sie können mit belebenden Atemübungen https://eat-yur-life.de/atem-ist-leben/ und Dehnungsübungen beginnen.

 

Sehr ausführliche und professionelle Erläuterungen mit tollen Rezeptvorschlägen gibt es hier:

http://http://www.rosenberg-ayurmed.com/Ayurveda-Buecher/Die-Ayurveda-Ernaehrung

https://www.joyfulbelly.com/Ayurveda/article/Ayurvedic-Diet-for-February/3218

https://www.joyfulbelly.com/Ayurveda/article/15-Ayurvedic-Recipes-for-February/6202

http://www.blog-ayurveda.de

Für die Südhalbkugel gelten entsprechend die Empfehlungen für August.

Wer tiefer in die vegane Nahrung einsteigen möchte, dem sei sehr Hildegard Biller ans Herz gelegt, eine beeindruckende Kennerin und Schöpferin der “Nahrung auf allen Ebenen”, die in ihrem SOAMI Yoga Retreat Center in Kärnten, Österreich nicht nur als überzeugende Gastgeberin fungiert, sondern auch ein wunderbares Buch zum Thema geschrieben hat:

http://www.soami.at