Im frühen Juli ähnelt das Klima und damit die Ernährung noch dem Juni. Im Laufe des Juli wird das Klima deutlich trockener, so dass es empfehlenswert ist, mit entsprechender Ernährung darauf zu reagieren.

Einerseits verführt der Sommer zu vielen privaten Aktivitäten, Partys, Unternehmungen, andererseits fühlt man sich bei steigender Hitze oft träge und konzentriertes Arbeiten fällt schwerer. Der Körper ist empfindlich im Sommer, darum sind schattige Plätze zum Entspannen und einfach mal “die Seele baumeln lassen” sehr willkommen.

 

Pitta  (https://eat-yur-life.de/pitta/) hat Hochsaison, was typische Pitta-Empfindungen wie Wut, Ärger, Eifersucht verstärken kann. Es sollte also ausgeglichen werden mit kühlenden, leicht verdaulichen, entzündungshemmenden Nahrungsmitteln. Vermieden werden sollte alles Scharfe und Fermentierte. Besser sind kühlende Gewürze und Kräuter wie Fenchelsamen, Kardamom, Koriander und wenig Salz.

Die Verdauungskraft ist weiter sehr schwach, so dass auch darum leicht verdauliche Speisen angebracht sind. Leicht verdauliche Kohlenhydrate wie Reis (hier darf es durchaus auch mal der weiße Reis sein; grundsätzlich ist Langkornreis eher kühlend, während Rundkornreis eher wärmende Eigenschaften aufweist) oder leicht sättigende, stärkehaltige Gemüse wie Süßkartoffeln, Karotten sind gut. Tofu und Tempeh, gelegentlich Fisch oder Eiweiß können helfen. Solange der Juli feucht ist, sind Hülsenfrüchte wie grüne Bohnen, Sprossen und Mung Daal noch empfehlenswert, da sie durch Wassereinlagerungen verursachte Schwellungen reduzieren können.

Wenn der Juli trockener wird, kann es besser sein, die Hülsenfrüchte zu reduzieren. Saisonale Gemüse wie Zucchini, Blumenkohl, grüne Salate, insbesondere Eisbergsalat sind zugleich leicht bitter und süß, nährend, kühlend und dadurch Pitta-reduzierend. Wie immer müssen Menschen, deren Verdauung Vata-lastig ist (https://eat-yur-life.de/vata/), mit Rohkost vorsichtig sein, denn deren konstitutionsbedingt eher schwache oder schwankende Verdauungskraft ist im Sommer noch schwächer, so dass sie gut auf einen Ausgleich achten müssen und besser auf leicht gedünstete Gemüsesalate mit wenig Blattsalaten ausweichen. Für alle gilt, dass die Verdauungskraft in den kühleren Stunden am stärksten ist. Rohkost sollte idealerweise nach einer kleinen warmen Vorspeise  und vor Sonnenuntergang gegessen werden.

Bekannt und beliebt sind Wassermelone und Gurke, da man deren kühlende Wirkung schnell bemerkt. Allerdings sind diese eher zu Beginn des Juli empfehlenswert, weil sie entwässernd wirken können. Mit zunehmender Trockenheit sollten sie gegen Ende des Monats durch beispielsweise Pfirsiche, Nektarinen und Trauben ersetzt werden. Regional können schon die ersten Johannisbeeren und Kirschen geerntet werden. Die Kokosnuss ist ebenfalls kühlend, muss aber natürlich von weit her zu uns importiert werden…

Saure, adstringierende Früchte wie Granatapfel und Cranberries sind im ganzen Sommer hilfreich, da sie gleichzeitig Pitta reduzieren und befeuchten können.

Besonders wichtig ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser, angereichert mit Limetten, gegebenenfalls Gurke und Minzblättern oder passende Kräutertees wie (Pfeffer-)Minze.

Außerdem gilt: den Sommer genießen und soviel der leichten, positiven Energie aufnehmen wie möglich (wie die Maus Frederick: https://www.kinderbuchlesen.de/frederick/), denn in unseren Breiten ist er so schnell wieder vorbei!

https://www.joyfulbelly.com/Ayurveda/article/Ayurvedic-Diet-for-July/3837

https://blog-ayurveda.de/2019/06/07/etwas-regen-und-viel-sonnenschein-ayurveda-fuer-den-sommer/#more-1657

https://www.rosenberg-ayurveda.de/wissen/ayurvedische-ernaehrung.html