Auf der Nordhalbkugel beginnt im Juni der Sommer, die Sonnenwende beschert uns den längsten Tag, das Klima wird wärmer und feuchter. Im diesjährigen Juni warten wir Menschen und die Natur in Deutschland nun sehnsüchtig auf Wärme und Sonnenschein, nachdem der Mai ungewöhnlich lange kalt war. Insekten schwirren wieder umher (wenn auch leider sehr viel weniger als wichtig wäre), alles grünt und beginnt zu blühen, die Luft kann mit zunehmender Wärme mehr Feuchtigkeit aufnehmen.

Besonders Pitta– und Kapha-Typen (und alle Mischformen dieser) https://eat-yur-life.de/fragebogen/  müssen die zusätzliche Wärme und Feuchtigkeit kompensieren, um ihre Natur nicht zu stören. Das bedeutet, leichte Küche ist angesagt: saisonale Gemüse und Früchte mit den Geschmacksrichtungen süß, bitter, adstringierend wie Rucola, Artischoke, Karotte, wobei hierbei unbedingt auch die alten Sorten der Farben violett und gelb zum Einsatz kommen sollten, da diese noch die ursprünglichen Bitterstoffe enthalten; Beeren sind gut, um die Hitze in der Leber zu regulieren, ebenso Pflaumen und Wassermelone.

Die Verdauungskraft ist im Sommer und hier insbesondere während der Mittagszeit am schwächsten! Darum sollten in den kühleren Tageszeiten am Morgen/Vormittag und am (frühen) Abend die Hauptmahlzeiten gegessen werden. Ein leichtes und insbesondere leicht verdauliches Mittagessen wie eine leichte Suppe oder einfach kurz gedünstetes oder sanft gebratenes Gemüse ist insbesondere für Vata– und Kapha-Typen empfehlenswert. Um das in dieser Jahreszeit häufig vorkommende Sodbrennen zu vermeiden, sollte man auf schwere Fette und Kohlenhydrate verzichten. Gute Alternativen wären beispielsweise etwas kühlendes Kokosfett oder Avocado(-öl) oder einfach etwas Olivenöl. Menschen mit einer Pitta-Verdauung können auch auf einen rohen Salat oder leichte Rohkost zurückgreifen. Scharfe Gewürze sollten nur wenig verwendet werden, gute Optionen sind Fenchelsamen, Kardamom und Koriander.

Unbedingt sollte der persönliche Durst wahrgenommen und gestillt werden. Regelmäßig ausreichend (Mineral-)Wasser, vielleicht ergänzt durch eine Scheibe Zitrone und/oder Gurke ist der beste Durstlöscher. Allerdings sollte man sich nicht dazu verführen lassen, permanent an einem Getränk zu nippen, denn zuviel Flüssigkeit überlastet die Nieren und schwächt die Verdauung. Darum: gut auf sich achten, Durst wahrnehmen und sofort stillen!

 

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