Die Tage im März auf der Nordhalbkugel werden weiter immer länger, vereinzelt können sie schon warm werden, Schnee und Eis beginnen zu schmelzen. In einigen Regionen kann es trotzdem nochmal schneien, insgesamt wird das Klima feuchter als im tiefen Winter. Das können wir auch bei uns selbst spüren: nach der Trockenheit im Winter kann mit steigendem Feuchtigkeitsstau die Haut leicht aufquellen. Wie man hier helfen kann, wird weiter unten beschrieben. Die Winterschläfer beginnen zu erwachen und wir sollten es ihnen gleich tun!

Auf psychischer Ebene können sich analog zu den äußeren Umständen über den Winter aufgestaute tiefsitzende Emotionen lösen: Kummer, Jammern, Traurigkeit können auftauchen. Hier können beispielsweise gezielte Atemübungen wie Kapalabhati (https://www.yogaeasy.de/artikel/pranayama-kapalabhati-das-schaedelleuchten oder http://www.yoga-united.de/feueratmung) helfen.

Über Winter angesammeltes Kapha, das sich möglicherweise in dem ein oder anderen Kilo mehr auf der Waage zeigt, beginnt “zu schmelzen” und kann dabei Kapha-induzierte Störungen wie beispielsweise Atemwegsinfekte mit Schleimbildung und Schnupfen begünstigen. Ähnlich wie im Herbst sind wir im März anfällig für Erkältungskrankheiten, allerdings sind diese nun anders begründet und dementsprechend sehen die ayurvedischen Empfehlungen etwas anders aus. Sobald wir uns träge, schwer, appetitlos fühlen, sollten wir reichhaltige, ölige und süße Speisen meiden. Empfehlenswert sind bittere Gemüse wie Chicoree, harntreibende Gemüse wie Sellerie, scharfe Gewürze wie Pippali (Langpfeffer) und mild abführende Nahrungsmittel wie Aloe Vera (das gibt es mittlerweile sogar in einigen Naturkostläden in frischer Blattform zu kaufen).

Kapha-Typen (https://eat-yur-life.de/kapha/) sollten zu wärmenden Gewürzen, harntreibenden, mild abführenden, schweißtreibenden, insgesamt leichten, bitteren Nahrungsmitteln, Kräutern greifen und Sport treiben. 

Pitta-Typen (https://eat-yur-life.de/pitta/) sollten unbedingt auf ihre nun vermehrt arbeitende Leber achten, frittierte Nahrungsmittel und Alkohol möglichst meiden und ihre Leber mit sauren, bitteren Nahrungsmitteln und Kräutern unterstützen.

Vata-Typen (https://eat-yur-life.de/vata/) freuen sich zwar über die langsam zunehmende Wärme und Feuchtigkeit, doch die noch sehr wechselhaften Temperatur- und Wetterbedingungen sind eine Herausforderung, auf die sie unbedingt mit entsprechender Kleidung reagieren sollten.

Generell empfehlenswert ist im März alles, was grün ist, insbesondere junge, grüne Gemüse und Spirulina-Algen, um wieder Energie aufzubauen. Für Gewürze gilt: spice up your life! Scharf darf es sein für alle, die es vertragen. Eine gute Alternative ist immer Ingwer und frischer Koriander. Pitta-Typen müssen wie immer moderat mit der Schärfe umgehen, um ihr Pitta auszugleichen. Vegetarische Gerichte sollten nach dem reichhaltigen Winter nun wieder vermehrt auf dem Speiseplan stehen. Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, Sprossen und alles, was es sonst möglichst regional schon gibt sind empfehlenswert. Vata-Typen sollten all dies nur gekocht essen (d.h. keine rohen Smoothies!), mit Öl und verdauungsfördernden Gewürzen anreichern. Ein wirkliche gutes Kraut für diese Zeit ist Petersilie, denn sie entwässert, ohne wichtige Elektrolyte auszuschwemmen. Ein Tee aus Kreuzkümmel, Koriander und Fenchel ist entgiftend und verdauungsfördernd. Genießen wir den kommenden Frühling und nutzen die Kräfte der Natur, um entsprechend gut zu leben!

Weitere Informationen und Rezepte:

https://www.joyfulbelly.com/Ayurveda/article/What-is-the-Ayurvedic-Diet-for-March/3217

https://www.rosenberg-ayurveda.de/fileadmin/user_upload/PDFs/Koch-Rezepte/Fruehlingsmenue.pdf