Der Winter ist ayurvedisch gesehen die Kapha-Zeit https://eat-yur-life.de/kapha/d.h. die diesem Dosha zugeschriebenen Eigenschaften wie z.B. schwer, langsam, kalt verstärken sich. Diese insgesamt erdenden, langsamen Qualitäten des Winters versetzen Tiere in den Winterschlaf – ähnliche Bedürfnisse werden auch bei uns Menschen geweckt und selbst wenn wir den Winter natürlich nicht verschlafen (können/wollen), sollten wir dem Rechnung tragen und uns mehr in uns zurückziehen, reflektieren und uns ausruhen. Wenn der Winter besonders kalt und trocken ist, werden sich auch die Vata-Anteile in uns erhöhen.

Yoga ist sehr eng mit Ayurveda verbunden, weshalb es sich lohnt, dies auch bei der Yoga-Praxis zu berücksichtigen. Kapha ist im menschlichen Körper verantwortlich für und gepaart mit den genannten Eigenschaften führt das im Winter oft zu Gefühlen von Bedrückung und Stagnation. Also müssen wir in dieser Jahreszeit besonders darauf achten Kapha auszugleichen, ohne Vata zu erhöhen. Dazu kann auch eine entsprechende Yoga-Praxis, die immer Atemübungen (Pranayama) und Meditation beinhalten sollte, beitragen.

Wenn es draußen eher bewölkt und feucht ist, regnet oder schneit, dann sollten wir Kapha ausgleichen durch eine zügige, vitalisierende, kräftigende Yang-betonte Yogapraxis. Ist das aktuelle Klima eher trocken-kalt, dann sollte eine langsamere, sanfte, Yin-lastige Praxis oder zumindest eine besonders ausgedehnte Savasana-Phase am Ende das Vata ausgleichen.

Entsprechende Atemtechniken eignen sich im übrigen hervorragend, um den Körper zu wärmen und können auch außerhalb der Yoga-Praxis hilfreich sein.

!Vorsicht: Gegenanzeigen für die folgende Atemtechnik des Feueratmens oder Kapalabhati sind: Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Schwindel, Epilepsie, Schlaganfall, Leistenbruch, Magengeschwür, Colitis,  Morbus Crohn oder andere chronische oder akute Magen-Darm-Erkrankungen, nach Operationen, Lungenemphysem oder während der Menstruation oder Schwangerschaft !

https://www.yogaeasy.de/artikel/pranayama-kapalabhati-das-schaedelleuchten

http://www.yoga-united.de/feueratmung

Um vata-bedingten Stress auszugleichen eignet sich die Wechselatmung:

https://www.yogaeasy.de/artikel/alles-ueber-anuloma-viloma-wechselatmung

 

Wer gerne zuhause Yoga üben möchte, dem sei von ganzem Herzen folgende Website empfohlen: https://www.ekhartyoga.com/

Ester Ekhart hat hier ganze Arbeit geleistet und eine meines Erachtens eine hervorragende Vielfalt an Yoga-Stilen, sehr professionellen internationalen Lehrern, viel Hintergrundwissen zur Philosophie und einer guten Lebensweise versammelt. Der Online-“Unterricht” findet in englischer Sprache statt und es gibt täglich neue, abwechslungsreiche Klassen, so dass es nie langweilig wird. Man kann das Angebot nach Erfahrung, Yoga-Stil, Lehrer, Dauer der Praxis filtern und so ganz individuell nach Tagesform das Passende auswählen. Einen zunehmend größeren Raum nehmen die freieren Yoga-Klassen ein, bei denen weniger streng ein bestimmter Stil und korrekt aussehende Asanas unterrichtet werden, sondern großer Wert auf das ganz genaue Hinhören auf das eigene Fühlen während der Praxis gelegt wird und die Mobilität deutlich wichtiger ist als die Flexibilität. Eine meiner Lieblings-Lehrerinnen dort erinnert immer wieder, dass wir sensitive, fühlende Wesen sind und nicht nur “shape makers”. https://www.brahmaniyoga.com/. Ich bin ein großer Fan! 

Eine weitere empfehlenswerte Website, um zuhause Yoga zu praktizieren ist https://www.yogaglo.com/. Diese funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie ekhartyoga.com, ist aber “größer”, d.h. es gibt noch mehr Lehrer und Stile zur Auswahl. 

Bei beiden Seiten gibt es eine kostenlose Schnupperzeit, danach beträgt der monatliche Beitrag bei ekhartyoga ca. 12,50€/Monat, bei yogaglo ca. 18$/Monat.